PanPastel® – Die Revolution im Pastellmalen? Ein Vergleich mit Schmincke® Softpastellen

Bereits seit 10 Jahren auf dem (amerikanischen) Markt und seit noch nicht allzu langer Zeit auch in Deutschland erhältlich – PanPastel®. Lohnt sich die Investition in die doch vergleichsweise teuren Pastelle wirklich? Hier daher ein Vergleichstest zwischen meinen Schmincke® Softpastellen und den neuen PanPastel®.

Übrigens: Alle verwendeten Materialien habe ich mir selbst gekauft, dieser Artikel ist also nicht gesponsert.

Verwendetes Papier: Für den Test habe ich den Daler-Rowney® Spiralblock Mixed Media, A4 benutzt. Dieses Papier ist 250g/m dick und ein wenig strukturiert. Dadurch ist es für verschiedene Trocken- und Nasstechniken geeignet.

Getestet habe ich jeweils einen Rotton und einen Gelbton beider Pastellsorten.

Hier seht Ihr die Fragestellungen, mit denen ich mich beschäftigt habe sowie mein Ergebnis:

Teil 1: Farbauftrag und allgemeines Handling

Getestet habe ich:

  • Wie ist das Handling mit den Tools und Applikatoren, die als Zubehör bei den PanPastel® vorhanden sind? Sind diese auch für Schmincke® Softpastelle geeignet?
  • Wie gut lassen sich die Pastelle verblenden und radieren?
  • Kann man beide Pastellsorten zusammen benutzen?
  • Wie gut ist das Ergebnis bei Verwendung von Schablonen?
  • Lassen sich Strukturen in die Pastelle kratzen?
  • Wie ist die Farbbrillanz?

Ergebnis Teil 1:

PanPastel® überzeugt durch leichtes verblenden und radieren und ist besser zur Verwendung mit Schablonen geeignet. Ausgekratzte Strukturen kommen hier besser zur Geltung. Zudem musste ich feststellen, dass die Tools und Schwämmchen der PanPastel® auch nur für diese geeignet sind. PanPastel® ergeben darüber hinaus eine weichere Verblendung auf strukturiertem Papier.

Schmincke® Softpastelle überzeugen durch die bessere Farbbrillanz und ergeben auf strukturiertem Papier einen strukturierteren Auftrag.

Beide Pastellsorten lassen sich zusammen verwenden, dabei spielt es keine Rolle, welche Pastellsorte unten und welche oben ist.

dscn4539

Testergebnis Teil 1: Farbauftrag und allgemeines Handling der Pastelle

Teil 2: Der Einsatz der Pastelle in Kombination mit verschiedenen Stiften und Markern

Getestet habe ich den Einsatz folgender Stifte und Marker, jeweils in der Farbe dunkelblau:

  • Winsor & Newton® BrushMarker Nr. V264
  • Stabilo® Pen 68 Nr. 68/32
  • Caran d’Ache® Neocolor II Nr. 7500.140 – ultramarinblau –
  • Faber-Castell® Gelato Blueberry
  • Tombow® Abt Brushpen Nr. 535

Die wasservermalbaren Stifte habe ich jeweils zur Hälfte trocken und zur Hälfte mit Wasser vermalt getestet. Dabei haben sich auch zwischen den verwendeten Stiften deutliche Unterschiede gezeigt, auf die ich im Video näher eingehe.

Ergebnis Teil 2:

Je nach verwendetem Material ergeben sich in Kombination mit den unterschiedlichen Pastellen und dem Papier auch unterschiedliche Effekte. Hier gibt es kein richtig und kein falsch und auch keinen klaren Favoriten, sondern es kommt darauf an, welchen Effekt man in seinem Werk gerne verwenden möchte.

Ich kann jedem nur empfehlen, selbst solche Testreihen durchzuführen, um sein Material und die verschiedenen Ergebnisse, die man erreichen kann, besser kennen zu lernen.

In meinem Fall haben sich vier Kombination ergeben, die ich persönlich favorisiere:

  • Die Kombination aus Winsor & Newton® BrushMarker und PanPastel®
  • Die Kombination aus Caran d’Ache® Neocolor II und PanPastel®
  • Die Kombination aus Faber-Castell® Gelato und Schmincke® Softpastell
  • Die Kombination aus Tombow® Abt Brushpen und Schmincke® Softpastell
dscn4542
Testergebnis Teil 2: Die Kombination mit verschiedenen Markern und Stiften

Teil 3: Akzente mit Gelpens

Getestet habe ich den Einsatz folgender Gelpens, jeweils in der Farbe weiß:

  • Uni Posca®
  • Uniball-Signo®
  • Sakura® Gellyroll

Ergebnis Teil 3:

Alle drei Stifte haben beim Auftragen Pigment der Pastelle vom Papier gekratzt. Nur beim Uni Posca war zum Schluss ein akzeptabler Farbauftrag erkennbar. Dieser geht daher als mein Favorit aus diesem Test hervor.

dscn4533
Testergebnis Teil 3: Akzente mit Gelpens

Fazit des Tests:

Für den Einsatz in Malbüchern würde ich PanPastel® verwenden, weil sich diese weicher verblenden lassen und für die Verwendung mit Schablonen besser geeignet sind.

Für den Einsatz im Rahmen von Mixed Media finde ich die Kombination aus beiden Pastellen sehr gut sowie auch die Kombination mit Stiften und Markern – je nach Effekt, den man erzielen möchte.

Akzente auf den Pastellen würde ich mit dem Uni Posca® setzen.

Und um abschließend noch die Eingangsfrage zu beantworten: Lohnt sich die Investition in die neuen PanPastel® trotz des vergleichsweise höheren Preises? Ja, ich finde, die Investition lohnt sich, da sie meines Erachtens eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Pastellen sind.

Für Einsteiger in die Pastellmalerei würde ich eher die PanPastel® empfehlen, da sie im Handling insgesamt einfacher sind.

Für Fortgeschrittene würde ich in jedem Fall auch die Schmincke® Softpastell empfehlen, da diese durch die höhere Farbbrillanz überzeugen und interessantere Strukturen für Mixed Media erzeugen.

dscn4548
Testergebnis im Überblick
Advertisements

Lebe Deinen Traum – Ein kurzes Intro über mich und diesen Blog

Hallo,

dieser Artikel befasst sich damit, wie die Idee zu diesem Blog entstanden ist.

Ich male schon seit über 20 Jahren, mal abgesehen von frühen Kindertagen. Bisher immer im stillen Kämmerlein und nur für mich oder für Familie und Freunde.

Angefangen hat alles noch zu Schulzeiten mit Seidenmalerei, später habe ich mich dann eine ganze Zeit lang der Pastellmalerei gewidmet, bevor ich die Acrylmalerei für mich entdeckt habe. Mittlerweile stapeln sich die Leinwände bei mir zu Hause – sowohl mit fertigen als auch mit halbfertigen Werken. Und die Wände sind längst vollgehangen – nicht nur bei mir, sondern auch im Büro und bei der Familie. *lach*

Seit Herbst 2016 habe ich zudem angefangen, dem allgemeinen Trend zu folgen und Malbücher zu kolorieren. Dadurch ist meine Sammlung an verschiedenen Malutensilien stetig weiter gewachsen und ich beherberge jetzt auch eine bunte Mischung an diversen Stiften und Markern.

Schon seit längerem habe ich darüber nachgedacht, meine Freude am Malen hinaus aus meinem stillen Kämmerlein und hinein in die Welt zu tragen. Also habe ich zunächst angefangen, meine kolorierten Ausmalbücher in entsprechenden Facebook-Gruppen zu teilen. Der positive Zuspruch dort hat mich ermutigt, noch mehr von mir als Künstlerin zu zeigen.

So ist die Idee mit diesem Blog entstanden. Zum einen möchte ich Euch hier gerne meine aktuellen Projekte als auch meine bisherigen Werke zeigen, die so im Laufe der Jahre zu den Themen Malen und Kolorieren zusammengekommen sind. Ergänzt werden soll dies um Rezensionen zu verschiedenen Malutensilien und -büchern. Und auch YouTube-Videos sind in Planung, In denen Ihr einen Teil meiner Aktivitäten verfolgen könnt.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß hier!

Liebe Grüße

Magdalena

 

dscn4213skaliert

Mein Lieblingsbild und eines meiner frühen Werke.